(17.06.2009)

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erkenntnisse und herausforderungen


geht es ihnen auch manchmal so, dass sie den ununterdrückbaren drang in sich spüren, bestimmte dinge zu tun und sich keine sekunde lang ernsthaft gedanken über die folgen ihres handelns machen? ich meine, sie haben irgendeine idee im kopf und machen das dann einfach etwas, das außenwirkung hat.

nun können folgende dinge passieren:

ihre idee trägt früchte und die dinge entwickeln sich positiv
ihre idee schlägt wellen und die dinge eskalieren
ihre idee bewirkt nichts

in allen drei fällen werden sie sich vermutlich im nachhinein mehr mit dieser idee beschäftigen, als sie es zunächst geplant hatten. und in den ersten beiden dieser drei fälle wird sich mit sicherheit etwas ändern - und sei es nur für sie selbst. im dritten fall wäre es auch möglich, dass sich etwas ändert, aber das liegt dann ganz an ihnen.

ich bin heute zu folgenden erkenntnissen gekommen:

wenn du glaubst, du musst etwas bestimmtes tun, dann tu es!
wenn du angst davor hast, etwas bestimmtes zu tun, weil die dinge eskalieren könnten, dann tu es trotzdem, wenn du mit den folgen leben kannst!
es ist ein gutes gefühl, etwas getan zu haben!

wenn ich etwas nicht mag, dann ist es feigheit. zugegeben, ich muss mich selbst öfter zwingen, nicht feige zu sein, aber es gelingt mir zunehmend besser. je mehr ich die dinge tue, nach denen mir ist, desto mehr spüre ich, dass ich am leben bin. wenn man bestimmte sachen einfach anpackt, anstatt sich im stillen kämmerlein über sie zu ärgern oder sie sich zu wünschen, wenn man sich einfach mal aus dem fenster lehnt und etwas riskiert, dann kann man zumindest eines dadurch gewinnen: erkenntnis.
anschließend braucht man sich wenigstens nicht darüber zu grämen, diese sachen nicht angepackt zu haben.


haben sie auch manchmal lust, mehrere leben zu führen? das kann man aus verschiedenen gründen wollen. vielleicht, weil die zeit eines lebens (also täglich, nicht insgesamt), zu knapp bemessen ist, um alle vorhaben zu erledigen. oder weil man im einen leben etwas ist oder hat, das andere, potentielle leben, behindert.

lösen sie sich von diesen zwängen. leben sie so, wie es ihnen gefällt. ich sage das, weil sie (und ich) nunmal nur dieses eine leben haben. das muss reichen, um sich selbst zu verwirklichen, wie auch immer diese selbstverwirklichung aussehen mag. wenn sie die dinge, die ihren tag bestimmen, zu unflexibel handhaben, werden sie sich eines tages sagen: 'das' habe ich immer tun wollen und nie die gelegenheit gehabt.
stimmt nicht. stimmt nie! die gelegenheiten sind immer da, aber man darf nicht zu feige sein, sie zu ergreifen.

ich habe heute drei wichtige dinge gemacht:

eine lange, zehrende und wichtige diskussion geführt.
einen unangenehmen anruf erledigt
den müll runtergebracht

jetzt könnte ich mich eigentlich beruhigt ins bett legen, aber mit den wichtigen dingen ist es wie mit unkraut:

wenn man glaubt, alles erledigt zu haben, haben neue samen bereits wieder gekeimt.

das kann mich nicht entmutigen! wäre es anders, wäre das leben langweilig. es ist nunmal eine ständige herausforderung, und je gelassener man sie angeht, um so effektiver kann man sie bewältigen. die wichtigen dinge zuerst, der rest kann warten.

heute war ein guter tag, mit all seinen facetten. nicht jeder tag kann so sein. aber auch nicht jeder tag bietet große herausforderungen.



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